Architektur lässt sich nicht neu erfinden. Vielmehr geht es um die Transformation
vorhandener Materialien, Ornamente und Typologien. Unsere gestalterische Arbeit
ist geprägt von der Auseinandersetzung mit der Geschichte und Theorie der
Architektur. Wir wollen eine Architektur schaffen, deren Maßstab vom Menschen
ausgeht, die sich in die urbane Struktur einfügt und sich nicht erklären muss.
Wir messen uns daran, einen eigenständigen Beitrag zur zeitgenössischen Baukunst
zu leisten und den aktuellen Architekturdiskurs voranzutreiben. Modern zu bauen
und zu denken heißt für uns, die Errungenschaften der Architekturgeschichte
anzuerkennen und aus ihren Fehlern für die Zukunft zu lernen.
Es dauert lange, bis der Blick so geschult ist, dass er die unsichtbaren, in keiner
Baubeschreibung, in keiner Architekturkritik auftauchenden Qualitäten eines Ortes
erfasst. Und es dauert noch viel länger, bis man als Architekt oder Architektin
imstande ist, eine sinnlich erfassbare Harmonie, die das Ganze auszeichnet, aus
dem Nichts zu planen, zu schaffen.
